Tierhaltung
Die Deregulierungen im Milchmarkt-, Viehzucht-, Viehabsatz-, Fleisch- und Eierbereich werden mit der AP 2011 weitergeführt. Das Senken der Produktionskosten steht dabei im Vordergrund. Um die Wettbewerbsfähigkeit in diesem Umfeld zu verbessern, bieten sich dem Schweizer Tierhalter unterschiedliche Strategien an. Die Palette reicht von intensiven High-Input-Systemen mit Höchstleistungen bis zu extensiven Grünlandnutzungen oder Ausweichen auf Nischenproduktion und -vermarktung. Unabdingbar ist eine qualitativ einwandfreie und marktkonforme Produktion mit gesunden Tieren. Die Konsumenten verlangen sichere Informationen über Produktionsweise und Vermarktungsabläufe sowie entsprechende Kontrollsysteme. Beim Tier- und Umweltschutz muss das erreichte Niveau gehalten und korrekt vollzogen werden.
Unsere Schwerpunkte
Mit der Aufhebung der Milchkontingentierung wird sich speziell im Bereich Milchviehhaltung der Anpassungsdruck verschärfen. Für diesen bedeutendsten Produktionsbereich der schweizerischen Landwirtschaft werden der Beratung und Praxis aktuelle Managementhilfsmittel und Weiterbildung angeboten. Im Bereich Milchvieh werden die Berater einerseits mit speziellen Gruppenberatungsformen, andererseits mit der neuen „Strategieberatung Milchviehbetriebe“ aktiv unterstützt.
Die zunehmende Anwendung von lokaler Datenerfassung beim Herden- und Betriebsmanagement, Bestandesbetreuung, Qualitätssicherung, Vernetzung, Leistungsoptimierung und Arbeitsproduktivität durch Technikeinsatz wird unterstützt.
Die Fütterungsplanung Nutztiere ist eine wichtige Aktivität, da die Beratungszentralen mit der Bearbeitung von Planungsinstrumenten eine wichtige Koordinationsfunktion für eine leistungsgerechte und kostensparende Nutztierfütterung in der Schweiz übernehmen.
Produktions- und marktorientierte Fachberatung stehen bei den Aktivitäten Rindfleischproduktion, Schweinehaltung und Geflügelhaltung im Vordergrund. Ergänzend zu den Spezialberatungsdiensten von Firmen, werden geeignete Hilfsmittel und Kurse für eine effiziente und kostenbewusste Produktion hochwertiger Lebensmittel angeboten. Die gesetzlichen Vorgaben von Tier- und Umweltschutz sowie die Ansprüche der Abnehmer und der Gesellschaft bilden zu beachtende Rahmenbedingungen.
Die transparente Darstellung von Produktions- und Vermarktungsformen ist Zielsetzung des Bereiches Qualität und Lebensmittelsicherheit in der tierischen Produktion. Schwerpunkte bilden der einwandfreie Tierarzneimitteleinsatz, die artgerechte Tierhaltung sowie eine bedarfsgerechte Fütterung und damit verbunden eine sichere Lebensmittelproduktion. Mittels Qualitätssicherung wird dem Verbraucher Transparenz und Sicherheit vermittelt. Die Sicherheit, dass Gesetze, Anforderungen und eine gute Herstellungspraxis eingehalten werden, die Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist und die Produkte bedenkenlos konsumiert werden können.
Im Schwerpunkt Tierwohl und Tierschutz wird die mit dem Bundesamt für Veterinärwesen und den Zentren für tiergerechte Haltung begonnene und bewährte Zusammenarbeit weitergeführt.
Im Schwerpunkt Extensive Grünlandbewirtschaftung steht eine schonende Bewirtschaftung, welche die Region ökologisch vielseitig und touristisch attraktiv erhält im Vordergrund. Wie bei der Aktivität Nischen-Nutztierhaltung werden der Beratung und Praxis Datengrundlagen, Entwicklungsmöglichkeiten und Entscheidungshilfen angeboten oder aufgezeigt.
Berg- und Sömmerungsgebiete bilden einen weiteren Schwerpunkt der Tierhaltung. Diese Aktivitäten sind unter dem Titel Nachhaltige Landwirtschaft im Berg- und Alpgebiet zusammengefasst.

